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Die Geschichte des Muttertags

Der Muttertag hat einen religiösen Vorläufer, die Feier des Lätare-Sonntags (dritter Sonntag vor Ostern) in England zu Zeiten Heinrichs III. (1216 - 1239). Am „mothering sunday" dankte man der „Mutter Kirche“ für ihre Mutterschaft. Aber schon damals gehörte es dazu, dass auch die leibliche Mutter geehrt wurde. Die Wurzeln des modernen Muttertages liegen allerdings in den Vereinigten Staaten. Präsident Woodrow Wilson erklärte am 8. Mai 1914 jeden zweiten Sonntag im Mai zum Muttertag. Damals wie heute tragen viele Amerikaner eine farbige Nelke, um ihre Mütter zu ehren. Ist die Nelke weiß, ist die Mutter des Trägers bereits verstorben.
Muttertagsgeschichte
Muttertagsgeschichte

Seit 1917 gibt es den Muttertag in der Schweiz, danach wurde er in Österreich und Skandinavien eingeführt. In Deutschland setzte sich der Muttertag erst nach dem 1. Weltkrieg durch. Und hier taten sich tatsächlich die deutschen Blumenhändler hervor: Sie riefen 1923 den Muttertag aus. 1933 wurde er zum gesetzlichen Feiertag gemacht und von der Nazi-Regierung für ihren Mutterkult missbraucht.



Heute wird der 2. Sonntag im Mai als privater Feiertag begangen. Sollte der Muttertag allerdings auf den Pfingstsonntag fallen, so ist der Termin einen Sonntag früher. Und die Rechnung der deutschen Blumenhändler ist aufgegangen: Noch immer werden zum Muttertag vorzugsweise Blumen verschenkt.

Muttertag in anderen Ländern
Unsere französischen Nachbarn begehen den Muttertag wie einen Geburtstag. Am letzten Sonntag im Mai kommt die Familie zusammen, man isst gemeinsam und die Mutter bekommt eine Torte. In Italien heißt der Muttertag „Festa della Mamma". Blumen und Süßigkeiten sind die beliebtesten Geschenke. „Okaasan arigatou!“ („Danke Mutter") schreiben die Japaner auf Grußkarten oder Bänder, die mit Blumensträußen zum Muttertag überreicht werden. Zuweilen werden Ehemänner oder Kinder dort handgreiflich und verwöhnen ihre Mutter mit einer Massage. Dazu ist es vielerorts üblich, ein Lied zu singen. Weniger handfertige Söhne schenken der Mama einen Hotelbesuch inklusive Massage und Schönheitspflege.

In den Niederlanden gehört zum „Moederdag", dass die Familie der Mutter das Frühstück ans Bett bringt. Junge Familien ersetzen dieses Frühstück gerne durch einen Brunch mit Verwandten und Freunden.

In Serbien wird der Muttertag „Materice" genannt und zwei Wochen vor Weihnachten gefeiert. Ähnlich halten es Spanier und Portugiesen: Sie danken in der Vorweihnachtszeit aber nicht nur den leiblichen Müttern, sondern zeitgleich Maria, der Mutter Gottes.

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