Meditation - Einheit von Körper, Geist und Seele
Ziel der Meditation ist die Besinnung auf sich selbst und das "Versinken" in der Körpermitte - der eigenen Tiefe und Stille. Dabei sollen Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden und tiefe Entspannung erfahren. Wesentlich beim Meditieren ist ein Zustand entspannter Aufmerksamkeit, der sich auf eine Tätigkeit oder einen Gegenstand richtet, um Erfahrungen oder Erkenntnisse darüber zu erhalten.
Passive Meditation in Stille und Ruhe
Im Allgemeinen wird unter Meditation meist die passive Form des Meditierens, ohne Einwirkung äußerer Reize, verstanden. Meditiert wird in absoluter Stille und ohne körperlich aktiv zu sein. Auch die gedankliche Aktivität soll während der Übungen auf ein Minimum reduziert werden. Diese stille, passive Meditation ist vor allem im Hinduismus, im Buddhismus und im Christentum verbreitet, um auf diese Weise dem "Gottwesen" näher zu kommen. Moderne Varianten haben in erster Linie eine körperliche und geistige Entspannung zum Ziel, die Lärm, Hektik und Leistungsdruck entgegen wirken soll.
Einfache, meditative Übung mit Kerze
Die folgende Stilleübung soll entspannen, beruhigen und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Suchen Sie sich zum Üben einen ruhigen, abgedunkelten Raum.
Übungsanleitung:
- Stellen Sie eine brennende Kerze in Augenhöhe vor sich hin.
- Sitzen Sie aufrecht und entspannt und halten Sie Rücken, Nacken und Kopf möglichst in einer geraden Linie.
- Zunächst richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung. Schließen Sie die Augen. Lassen Sie Ihren Atem fließen und spüren Sie, wie Sie mit jeder Ausatmung entspannter werden.
- Wann immer ein Gedanke auftaucht, lassen Sie ihn wolkengleich vorüberziehen - ohne sich darauf zu konzentrieren.
- Wenn Sie die Entspannung deutlich spüren, öffnen Sie die Augen und schauen Sie in die Flamme der Kerze. Konzentrieren Sie sich ganz auf das Kerzenlicht. Dann schließen Sie die Augen wieder und versuchen Sie, sich das Licht mit geschlossenen Augen vorzustellen. Öffnen und schließen Sie die Augen so lange, bis Ihnen das Licht ganz vertraut ist, und Sie es mit geschlossenen Augen als ein inneres, wärmendes Licht empfinden.
Formen der aktiven Meditation
In der aktiven Meditation unterstützen körperliche Tätigkeiten den meditativen Zustand. So wird das Gehen sowohl in der christlichen Kultur, z. B. bei verschiedenen Mönchsorden, als auch in der fernöstlichen Kultur angewendet. Yoga praktiziert verschiedene meditative Körperhaltungen und Übungen. Im Zen-Buddhismus können ganz unterschiedliche Aktivitäten Gegenstand der Meditation sein, z. B. Bogenschießen.
Der Tanz steht im Zentrum der orientalischen Tradition und der Tradition von Naturvölkern. Dabei werden monotone Tanzbewegungen über längere Zeit ausgeübt, meist unterstützt durch schnelle Trommelrhythmen, Schellen oder Rasseln. So gelangen die Tänzer in einen tranceartigen Bewusstseinszustand. Ob diese Technik noch zur meditativen zählt, ist allerdings umstritten.
| Meditation erlernen |
| Inzwischen gibt es zahlreiche Bücher, die die Grundlagen der Meditation anschaulich vermitteln. Kurse bieten beispielsweise Volkshochschulen, aber auch Privatpersonen an. Lassen Sie sich Referenzen geben und erkundigen Sie sich nach Zertifikaten, die auf eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Meditationslehrer hinweisen. |
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Meditation mit einem Mantra
Mantras sind oft ein- oder zweisilbige Worte, die während der Meditation ständig flüsternd, singend oder in Gedanken wiederholt werden. Die Methode der Mantra-Meditation stammt aus Indien. Sie soll dabei helfen, sich auf den Geist zu konzentrieren. Einige Lehrmeister empfehlen ein Mantra mit persönlicher Bedeutung für den Übenden. Andere dagegen halten Worte für günstiger, die dem Meditierenden möglichst wenig bedeuten und deshalb nicht ablenken. Weit verbreitet sind die Mantras "om", was "ich bin" bedeutet und "so-ham", das mit "ich bin er" übersetzt werden kann.
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