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Fitness-Weisheiten – was ist dran?

In der Welt des Sports kursieren viele Gerüchte, z. B. zu den Themen Trainingshäufigkeit, Sport und Schwitzen, Dehnen und Fettverbrennung. Lesen Sie im Folgenden auch, ob schlanke Menschen per se gesund sind und ob Sie allein mit Krafttraining Problemzonen beseitigen können. Darüber hinaus erfahren Sie, ob ausschließlich Ausdauertraining beim Abnehmen helfen kann.
Fitness: der Stein der Weisen
Fitness: der Stein der Weisen

Einmal ist keinmal
Wer behauptet, dass einmal wöchentliches Fitness-Training nichts bringt, hat keine Ahnung. Richtig ist, dass dreimal in der Woche optimal ist. Dennoch kann schon ein 1-stündiges Sportprogramm beispielsweise am Wochenende  einen Trainingseffekt haben. Herz und Kreislauf werden belastbarer und die Leistungsfähigkeit steigert sich nachweislich.

Dehnen ist vollkommen überflüssig
Jein! Es kommt ganz darauf an, wann Muskeln, Sehnen und Bänder gedehnt werden und welche Sportart Sie betreiben. Bei Sportarten, die eine hohe Beweglichkeit erfordern, z. B. Turnen, kann Dehnen vor dem Training wichtig sein. Vor Ausdauer-Sportarten wie Schwimmen, Joggen oder Fahrradfahren ist Dehnen in der Regel nicht nötig. Im Anschluss an das sportliche Training, kann Dehnen einer Verkürzung von Muskeln, Sehnen und Bändern vorbeugen. 

Vor jeder sportlichen Aktivität gilt: Sie sollten Ihre Muskulatur stets aufwärmen. Wenn Sie mit kalten Muskeln, Sehnen und Bändern starten, besteht die Gefahr von Verletzungen. Marschieren Sie beispielsweise mindestens fünf Minuten auf der Stelle und lassen Sie die Arme dabei locker mitschwingen. So regen Sie die Durchblutung der Muskeln an und Bänder und Sehnen werden geschmeidig.

Krafttraining macht dick, Ausdauertraining dünn
Es kann schon sein, dass Sie nach regelmäßigem Krafttraining mehr Pfunde als vorher auf die Waage bringen. Der Grund: Mit Krafttraining bauen Sie Muskelmasse auf und Muskeln wiegen mehr als Fett. Wohlgeformte Muskeln sind allerdings auch attraktiver als Fettpölsterchen. Außerdem ist Ihr Energieverbrauch höher, wenn Sie mehr Muskeln haben. Sogar in Ruhe verbrennen Sie mehr Kalorien. Zwar verbraucht Ausdauersport wie Joggen oder Walken in der Regel mehr Energie als Krafttraining – es werden dabei aber auch weniger Muskeln aufgebaut. Ideal ist deshalb eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Grundsätzlich gilt: Zwischen Ausdauertrainingseinheiten sollten Sie mindestens 24 Stunden und zwischen Krafttrainingseinheiten mindestens 48 Stunden pausieren, damit Ihr Körper sich erholen kann. 

Krafttraining lässt Problemzonen verschwinden
An Bauch, Beinen und Po setzen sich ungeliebte Fettpölsterchen besonders gerne fest. Allein mit Krafttraining lassen sie sich nicht beseitigen. Zwar werden die so genannten Problemzonen mit Kräftigungsübungen straffer, aber die über den Muskeln liegende Fettschicht verschwindet nur, wenn Sie auch Ausdauersport betreiben. Übrigens: Einen Waschbrettbauch erreichen Frauen trotz intensivem Bauchtraining nur selten – dafür sorgt das Unterhautfettgewebe, das bei Frauen reichlicher vorhanden ist, als bei Männern.

Schwitzen ist ein Zeichen für schlechte Kondition
Das stimmt nicht. Wie viel man schwitzt, ist Veranlagung. Manche schwitzen mehr, andere weniger. Sportler kommen sogar leichter ins Schwitzen, weil das Kühlsystem ihres Körpers besser funktioniert. Achten Sie darauf, dass Sie Wasserverluste rechtzeitig ersetzen, damit Ihr Kreislauf nicht schlapp macht. Ihr Bedarf an Getränken beträgt schon ohne Sport etwa 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Intensive sportliche Aktivitäten und hohe Temperaturen können den Bedarf mehr als verdoppeln. Geeignete Durstlöscher sind Mineralwasser, z. B. VITTEL, Saftschorlen sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees.

Schlanke Menschen sind fit und gesund
Das ist nicht immer richtig. Ein niedriges Körpergewicht ist noch keine Garantie für Gesundheit. Auch wenn Ihr Body Mass Index (BMI) Ihnen Normalgewicht bescheinigt, können Sie einen recht hohen Körperfettanteil haben, wenn Sie sich wenig bewegen. Und ein hoher Körperfettanteil geht beispielsweise mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Zusätzlich zum BMI können Körperfettmessungen dabei helfen, Ihr Körpergewicht bzw. Ihren Körperfettanteil richtig einzuschätzen. Mit einer Fettzange oder -waage lässt sich der Körperfettanteil bestimmen. Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder bei Ihrem Arzt danach und besprechen Sie mit Ihrem Arzt die gemessenen Werte. Haben Sie trotz Normalgewicht einen hohen Körperfettanteil geht es nicht darum, dass Sie Gewicht verlieren, sondern dass Sie Ihr Körperfett durch Muskeln ersetzen. Das erreichen Sie, indem Sie sich mehr bewegen bzw. sportlich aktiv sind.

Richtig essen für die Fitness
Unterstützen Sie Ihr Trainingsprogramm mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung. Die Ernährungspyramide zeigt Ihnen, welchen Platz die verschiedenen Lebensmittelgruppen auf Ihrem Speiseplan haben sollten. Kohlenhydrate – vor allem aus Vollkornerzeugnissen – können die Energiespeicher Ihres Körpers optimal füllen.

Erst nach zwanzig Minuten wird Fett verbrannt
Falsch! Bei jeder Art sportlicher Aktivität wird Fett verbrannt – und zwar ab der ersten Minute. Allerdings gewinnt der Körper in den ersten Minuten überwiegend Energie aus seinen Kohlenhydratreserven. Die Übergänge von der Kohlenhydrat- zur Fettverbrennung sind dabei fließend. Je länger die Trainingszeit andauert, desto größer ist der Anteil der Energie, die aus Fett bereitgestellt wird. Das ist wahrscheinlich der Grund für dieses Gerücht. Weitere seriöse und umfassende Informationen zu Sport und Fitness finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Sportbundes: http://www.richtigfit.de/.







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