Gesunde Ernährung - Ernährungsplan von Nestlé
 
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Der Apfel

Äpfel
Äpfel
Historie
Im Altertum galt der Apfel als Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit. So hielten ihn die alten Griechen und Römer für ein Aphrodisiakum. Auch stand der Apfel für Tradition und Herrschaft. Als Reichsapfel lag er beispielsweise während der Krönungszeremonie in der linken Hand der Herrscher. In vielen Bräuchen, Sagen und Märchen spielt der Apfel ebenfalls eine Rolle. Als Nikolausgabe und Weihnachtsschmuck ist er beliebt und wer kennt nicht den giftigen Apfel, in den "Schneewittchen" biss. Als Wilhelm Tell auf den Apfel zielte, gab es europaweit bereits über 1.000 Sorten. Heute ist der Apfel das Lieblingsobst der Deutschen. Etwa 40 kg verzehrt im Durchschnitt jeder pro Jahr.
Inhaltsstoffe und Nährwerte
Äpfel sind kalorienarm und deshalb gut für die schlanke Linie. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe sowie verdauungsfördernde Ballaststoffe. Mengenmäßig erwähnenswert sind vor allem Vitamin C und Kalium. Während Vitamin C wichtig ist für den Schutz der Körperzellen und die Widerstandskraft des Körpers, erfüllt Kalium wichtige Aufgaben im Wasserhaushalt, Muskel- und Nervenstoffwechsel. Sekundäre Pflanzenstoffe können vermutlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, das Immunsystem stärken und möglicherweise das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen mindern. Damit leistet der Apfel einen wertvollen Beitrag zu "5amTag" – einer Gesundheitskampagne, die den Obst- und Gemüseverzehr steigern möchte. 5 Portionen Obst und Gemüse täglich – das empfehlen die Experten für einen optimalen Gesundheitsschutz.
Nährwerte bezogen auf 150 g Rohgewicht, dies entspricht einem mittelgroßen Apfel
Energie: 81 kcal/260 kJ
Eiweiß: 0,5 g
Fett: 0,9 g
Kohlenhydrate: 17 g
Ballaststoffe: 3,0 g (10 % des empfohlenen Richtwertes von 30 g)
Vitamin C: 18 mg (18 %)*
Kalium: 183 mg (9 %)*
Quelle: Die große GU Nährwerttabelle, 2006/07, Die empfohlenen Mengen der Tageszufuhr entsprechen den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr (2000) für einen Erwachsenen.
*der empfohlenen Tageszufuhr
Viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe des Apfels sitzen direkt in oder unter der Schale. Deshalb empfiehlt es sich, Äpfel gut zu waschen und dann mit der Schale zu verzehren.
Einkauf
Von den mehr als 100 verschiedenen Apfelsorten haben etwa 20 eine größere Marktbedeutung. Die Lieblinge der Deutschen sind Jonagold, Elstar, Golden Delicious, Gala, Granny Smith, Braeburn, Cox Orange und Gloster. Einige Apfelsorten werden direkt nach der Ernte zum Verkauf angeboten. Andere müssen erst einige Zeit lagern, um optimalen Geschmack und Aroma zu erlangen. Die Hochsaison für heimische Äpfel dauert von Oktober bis März. Etwa die Hälfte der in Deutschland verzehrten Äpfel wächst im Inland. Der Rest wird vorrangig aus Italien, Frankreich, den Niederlanden und der südlichen Erdhalbkugel importiert.
Lagerung
In einem dunklen Keller, einer frostsicheren Garage oder einem kühlen Dachboden lassen sich viele Äpfel mehrere Monate lagern. Die Früchte sollten nebeneinander auf Regalbrettern oder in Obstkisten liegen und sich nicht berühren. Eine Folie über dem Apfelregal hält die Feuchtigkeit und verbessert so die Lagerbedingungen. Apfelsorten, die sich gut lagern lassen, sind beispielsweise Berlepsch, Boskoop, Braeburn, Cox Orange, Elstar, Gala und Golden Delicious. Nicht zur Lagerung eignen sich z. B. Alkmene, Gravensteiner, James Grieve und Klarapfel.

Alternativ kann man Äpfel auch in verschließbaren Folienbeuteln in einem kühlen, dunklen Raum lagern. Die Atmosphäre im Beutel verhindert, dass die Äpfel austrocknen, verlangsamt Reifungs- und Alterungsprozesse und verlängert so die Haltbarkeit. Die Beutel sollten mit Nadelstichen perforiert und so entlüftet werden.

Reifende Äpfel scheiden das Reifungsgas Ethylen aus. Dieses Gas lässt anderes Obst und Gemüse schneller verderben. Deshalb sollten Äpfel immer separat aufbewahrt werden.
Zubereitung
Der Apfel wird gern für die Zubereitung von verschiedenen Salaten wie z. B. Obst-, oder Heringssalaten verwendet. Auch für Apfelstrudel und Kuchen verschiedenster Art kommt er zum Einsatz. Sein festes, knackiges Fruchtfleisch, der intensive süßliche Geschmack und die erfrischende Saftigkeit bieten vielerlei Möglichkeiten der Zubereitung. Der beliebteste Koch- und Backapfel ist übrigens die Sorte Boskop. Alle Apfelsorten, die sich zum Backen eignen, können auch zu Mus, Saft, oder Gelee verarbeitet werden. Gedünstete Äpfel schmecken gut als Beilage zu Wildgerichten. Die geschälten und vom Kerngehäuse befreiten Apfelspalten sollten nur etwa 10 bis 12 Minuten dünsten, damit sie nicht zerfallen. Damit rohe Äpfel bei der Zubereitung nicht braun werden, sollten sie immer mit etwas Zitronensaft beträufelt werden.
Besonderheiten
Die Apfelschale enthält besonders viel Pektin, einen Ballaststoff, der die Verdauung reguliert. Pektin kann bei Durchfall helfen und auch den Cholesterinspiegel senken. Ernährungswissenschaftler und Mediziner empfehlen 30 g Ballaststoffe pro Tag zu essen. Ein mittelgroßer Apfel liefert bereits 10 Prozent der empfohlenen Menge.

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