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Das Ei

Aktuell verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt 205 Eier pro Jahr. Eier sind also nach wie vor – nicht nur an Ostern - sehr beliebt. Zu Recht, denn sie schmecken köstlich und enthalten hochwertiges Eiweiß, viele Vitamine sowie wichtige Mineralstoffe. Allerdings ist auch der Fett- und Cholesterin-Anteil relativ hoch. Für den richtigen Umgang mit den kleinen Kraftpaketen gibt es ein paar einfache Regeln für Einkauf, Lagerung und Zubereitung.
Ei mit Schleife
Ei mit Schleife
 
Einkauf – die Kennzeichnung informiert
Ob die Eier im Regal frisch sind, erkennen Sie am Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses läuft spätestens 28 Tage nach dem Legedatum ab. Am Erzeugercode können Sie ablesen, woher das Ei kommt: Die erste Zahl steht für die Art der Haltung, dann folgt das Länderkürzel. Ein Ei mit der Kennzeichnung 3-DE-0845219 stammt beispielsweise aus der Käfighaltung (3), die Herkunft ist Deutschland (DE). Die Nummer dahinter setzt sich zusammen aus einem Nummerncode, der Bundesland, Betrieb und Stall definiert. Zusätzlich werden die Eier nach Güte- und Gewichtsklassen eingeteilt.
Nährwerte – das steckt im Ei

Nährwerte bezogen auf 60 g,
entspricht einem Ei
der Größe L
Empfohlene Tageszufuhr
Männer*
Empfohlene Tageszufuhr
Frauen*
Energie 391 kJ ( 94 kcal) 2.400 kcal 1.900 kcal
Eiweiß 7,68 g 59 g 47 g
Fett 6,78 g höchsten 30 %
der Energiezufuhr
höchsten 30 %
der Energiezufuhr
Cholesterin 238 mg höchsten 300 mg höchsten 300 mg
Kohlenhydrate 0,4 g mindestens 50 %
der Energiezufuhr
mindestens 50 %
der Energiezufuhr
Vitamin A 163 µg Ret.-Ä. 1,0 mg 0,8 mg
Vit. B12 1,12 µg 3,0 µg 3,0 µg
Vit. D 1,76 µg 5,0 µg 5,0 µg
Folsäure 40,2 µg 400,0 µg 400,0 µg
Eisen 1,2 mg 10,0 mg 15,0 mg
Zink 810 µg 10,0 mg 7,0 mg
*Referenzwerte für Erwachsene (25 bis unter 51 Jahre)
Quelle: Die große GU Nährwerttabelle, 2006/07.
Lagerung – am besten kühl und verpackt
Um die optimale Frische zu erhalten, sollten Eier nach dem Kauf immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ideal ist eine Eierbox. Sie schirmt die Eier gegen Fremdgerüche ab, die ansonsten über die poröse Kalkschale leicht vom Ei aufgenommen werden. Unbeschädigte rohe Eier können bedenkenlos bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum gelagert und nach Erhitzen verzehrt werden.

Zubereitung – Eier sind vielseitig verwendbar
Eier werden sowohl roh, in Süßspeisen oder Mayonnaise, oder gekocht verarbeitet. Verwenden Sie für Gerichte, die nicht erhitzt werden, nur ganz frische Eier. Spätestens nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen Eier gut durcherhitzt werden, bis Eiklar und Eigelb fest geworden sind.

Haben Sie schon einmal Eier mit Gemüserisotto kombiniert oder mit grüner Soße gegessen? Probieren Sie doch einmal unsere Rezepte für leckere Eiergerichte aus:


Erzeugung – Haltung streng überwacht
Die Haltungsformen für Legehennen werden EU-weit nach Freiland-, Boden- und Käfighaltung unterschieden. Die jeweilig einzuhaltenden Standards werden regelmäßig überwacht und immer wieder verschärft. Laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ist die in der Vergangenheit übliche Haltung von Legehennen in relativ engen Käfigbatterien grundsätzlich in Deutschland seit 2007 verboten. Ausnahmen gelten nur für Betriebe, die ein verbindliches Betriebs- und Umbaukonzept behördlich vorgelegt haben. Spätestens ab 2009 müssen auch diese Anlagen mehr Platz bieten. Laut Legehennenverordnung bedeutet das unter anderem ein Nest für die Eiablage, genügend Zugang zu Fressen und Wasser, ausreichend Ruheplätze, aber auch die Möglichkeit artgemäße Bedürfnisse, wie Picken, Scharren oder Sandbaden zu befriedigen.

Verzehr – Wie viel tut gut?
Zwar enthalten Eier Vitamine und Mineralstoffe – sie sind aber auch reich an Fett und Cholesterin. Ernährungsexperten empfehlen deshalb maximal zwei bis drei Eier in der Woche. Zu Ostern dürfen es ausnahmsweise einmal mehr sein. Für gesunde Menschen ist es kein Problem, wenn Sie einmal zu viel Cholesterin mit der Nahrung aufnehmen.
Konstante Eierqualität
Mit modernen Haltungs- und Fütterungsbedingungen bleiben Eierproduktion und Schalenqualität das ganze Jahr über konstant. Pro Jahr legt eine Henne bis zu 300 Eier – also beinahe täglich ein Ei.
Eignung für spezielle Diäten
Bei erhöhten Blutfettwerten und Arteriosklerose muss der Verzehr von Eiern und von tierischen Fetten insgesamt begrenzt werden. Menschen mit einer Hühnereieiweißallergie müssen Eier und Erzeugnisse daraus meiden. Die Allergie besteht meist gegen das Eiklar. Das Eigelb wird häufig vertragen. Bei Anzeichen für eine allergische Reaktion oder Unverträglichkeit sollten Sie sicherheitshalber mit Ihrem Hausarzt sprechen.

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