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Ist Rote Bete-Saft gut fürs Blut?

Rote Bete ist auch unter den Namen Runkelrübe, Rote Rübe, Rahne oder Salatrübe bekannt und ist mit dem Spinat verwandt. Die rote Farbe verdankt das Wurzelgemüse dem Farbstoff Betanin, der zu den sekundären Pflanzenstoffen zählt. Wegen des roten Safts galt Rote Bete schon in früheren Zeiten als blutbildende Heilpflanze. Heute weiß man, dass nicht der Farbstoff, sondern im Gemüse enthaltenes Eisen und Folsäure eine Rolle bei der Blutbildung spielen.
Rote Bete
Rote Bete
 
Blutbildend: Eisen und Folsäure
Sowohl das Spurenelement Eisen als auch das B-Vitamin Folsäure sind unentbehrlich für die Blutbildung. Eine Portion Rote Bete (200 g, roh) enthält etwa 166 µg Folsäure und 1,8 mg Eisen. Damit liefert das Gemüse knapp 15 % der empfohlenen Tagesmenge an Eisen und mehr als 40 % der pro Tag empfohlenen Folsäuremenge. Allerdings verwertet unser Körper pflanzliches Eisen weniger gut als tierisches. Und Folsäure ist sehr hitze- und lichtempfindlich. Durch Lagerung und Zubereitung geht ein großer Teil des Vitamins verloren. Unser Tipp: Verzehren Sie Rote Bete bevorzugt frisch und roh und/oder wählen Sie eine nährstoffschonende Zubereitungsform, z. B. dünsten. Rote Bete-Saft sollten Sie aus dunklen bzw. lichtundurchlässigen Flaschen genießen. Trinken Sie zur Rote-Bete-Mahlzeit einen Vitamin C-reichen Orangensaft. Denn Vitamin C kann die Verwertung von pflanzlichem Eisen verbessern. 
Betanin: Gesunder Pflanzenfarbstoff
Betanin, der Farbstoff in Rote Bete, ist ein sekundärer Pflanzenstoff und gehört zur Gruppe der Polyphenole. Polyphenolen werden, wie auch den ebenfalls in Rote Bete enthaltenen Saponinen, vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Vermutlich leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor bestimmten Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, helfen bei der Stärkung der Abwehrkräfte und wirken als Zellschutz sowie gegen Infektionen und Entzündungen.
Rote Bete: Tipps für Einkauf und Lagerung
Achten Sie darauf, dass die Knollen prall und fest sind und die glatte braunrote Schale nicht beschädigt ist. Schwarze Flecken deuten darauf hin, dass das Gemüse zu kalt gelagert wurde. Sie können Rote Bete-Knollen etwa zwei bis vier Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks lagern oder auch einfrieren. Vor dem Einfrieren dünsten Sie die Knollen etwa 20 Minuten in wenig Wasser. Anschließend entfernen Sie die Schale und zerkleinern das Gemüse. Tief gefroren ist Rote Bete etwa zehn bis zwölf Monate haltbar.
Rote Bete enthält viel Nitrat
Rote Bete gehört zu den nitratreichen Gemüsesorten. Nitrat selbst ist nicht gefährlich, vielmehr seine Umwandlungsprodukte Nitrit und Nitrosamine. Diese entstehen z. B. wenn das Gemüse lange warm gehalten oder bei Zimmertemperatur aufbewahrt wird. Vitamin C hemmt die Nitritbildung. Trinken Sie deshalb einen Orangensaft zur Rote Bete-Mahlzeit. Oder schmecken Sie die Rote Bete mit Zitronensaft ab.

Rote Bete in der Küche
Das leckere Gemüse lässt sich vielfältig verwenden. In Saftform oder als Gemüsebeilage zu Fleisch oder Fisch, in Suppen und Eintöpfen schmeckt Rote Bete sehr gut. Ein kulinarischer Genuss ist sie auch als Rohkost, z. B. geraspelt mit Apfel und Zitrone oder mit Feldsalat und Ziegen- oder Schafskäse serviert oder ganz einfach mit etwas Essig und Öl angemacht.

Beim Anschneiden von Rote Bete läuft viel Saft aus, der stark färbt. Am besten garen Sie die gewaschenen Knollen mit Schale und schälen das Gemüse anschließend. Die Rüben sind gar, wenn die Schale sich beim Abgießen mit kaltem Wasser fast von alleine löst.


Tipp: Rote Flecken auf der Kleidung sollten Sie sofort mit Seife in heißem Wasser auswaschen. Der Farbstoff ist nicht sehr hitzestabil.

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