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Warum soll man Eier nicht mit Silberlöffeln essen?

Eier schmecken nicht nur zu Ostern gut. Gekocht als Frühstücksei, gebraten als Spiegelei, Rührei oder Omelett, im Kuchen oder im Auflauf – Eier sind vielseitig verwendbar und auch als Bindemittel in der Küche beliebt. Noch dazu enthalten Eier viele lebenswichtige Nährstoffe, wie Eiweiß, Vitamin A und Eisen. Genießen Sie Eier – aber bitte nicht mit dem Silberlöffel. Dieser kann Ihnen den Geschmack daran gründlich verderben.
Ei im Eierbecher
Ei im Eierbecher
Eier: Reich an Eiweiß und Nährstoffen
Eier sind wertvolle Lebensmittel. So kann unser Körper das Eiweiß aus Eiern besonders gut zum Aufbau von Körpereiweiß nutzen. Das hängt mit der hohen biologischen Wertigkeit von Eiereiweiß zusammen. Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel Gramm Körpereiweiß durch 100 g Nahrungseiweiß aufgebaut werden kann. So wird die biologische Wertigkeit von Eiereiweiß gleich 100 gesetzt. Sie ist damit höher als die von pflanzlichen Lebensmitteln, aber auch als die von Fleisch, Fisch oder Milch. Nur durch eine Kombination von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln, beispielsweise von Eiern mit Kartoffeln, lässt sich die biologische Wertigkeit noch verbessern.

Neben hochwertigem Eiweiß stecken auch lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe im Ei – beispielsweise Vitamin A für gutes Sehvermögen, Vitamin B2 für den Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie das Spurenelement Eisen für die Blutbildung und den Sauerstoff-transport im Körper. 2 bis 3 Eier in der Woche – so lautet die Empfehlung der Ernährungsexperten. Mehr sollten wir nicht essen, denn Eier enthalten auch viel Fett und Cholesterin.

Geschmacksverderber: Löffel aus Silber
Eier enthalten schwefelhaltige Eiweiße, die beim Kochen so genannten Schwefelwasserstoff freisetzen. Bei länger gekochten, harten Eiern macht sich der freigesetzte Schwefelwasserstoff als Geruch nach „faulen“ Eiern bemerkbar, ohne dass das Ei jedoch schlecht geworden ist. Das hart gekochte Ei wird zudem zäh und um den Dotter herum entsteht ein dunkler, grüner Rand.

Wenn Sie ein gekochtes Ei mit einem Silberlöffel essen, kann sich der Schwefelwasserstoff mit der Silberauflage des Löffels zu Silbersulfid verbinden. Dabei verfärbt sich der Silberlöffel schwarz und das Ei bekommt einen unangenehmen, metallischen Geschmack.

Tipp: Mit einem Löffel aus Edelstahl, Kunststoff, Perlmutt oder Horn schmeckt das Frühstücksei besser.

Schwimmtest -
Ist das Ei frisch?
Je älter das Ei, desto größer wird seine Luftblase. Denn das im Ei enthaltene Wasser verdunstet durch die Eierschale und die Luftblase dehnt sich aus. Zum Frischetest legen Sie das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Liegt es flach am Boden, ist es ganz frisch. Ältere Eier richten sich teilweise auf oder schwimmen sogar an der Oberfläche.

Reinigung: So wird der Löffel wieder sauber
Beim Schwarzwerden gibt das Silber des Löffels so genannte Elektronen (elektrisch geladene Teilchen) ab. Es wird „oxidiert“ und verbindet sich anschließend mit Schwefelwasserstoff zu schwarzem Silbersulfid. Ist der Löffel „angelaufen“, können Sie den schwarzen Belag relativ einfach wieder entfernen. Die Verbindung des Silbers mit Schwefelwasserstoff löst sich, wenn das Silber wieder Elektronen aufnimmt, z. B. von einem weiteren, unedleren Metall wie Aluminium.

Legen Sie ein Stück Aluminiumfolie in eine flache Schale. Darauf geben Sie einen Teelöffel Soda bzw. Natriumcarbonat (im Supermarkt bei Reinigungsmitteln zu finden) oder Salz und das Silber. Gießen Sie nun heißes Wasser in die Schale.

Nach kurzer Zeit bilden sich kleine Bläschen am Silberlöffel und der Belag löst sich. Die Erklärung: Die Elektronen des Aluminiums können in der Salzlösung von der Folie zum Silber wandern und aufgenommen werden. Dabei trennt sich das Silber vom Schwefel und die Schwarzfärbung verschwindet.  Warmes Wasser beschleunigt die Reaktion. Reiben Sie das Silber anschließend mit einem Lappen ab, um Reste des Belags zu entfernen.

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