Themendienst 3-2015

Saison für Früchte des Sommers


Saison für Früchte des Sommers Sommerfrüchte sind erfrischend und eignen sich als Snack für zwischendurch oder als leckerer Nachtisch. Darüber hinaus liefern sie dem Körper wichtige Nährstoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich zwei Portionen Obst mit je 125 g. Mit knackigen Beeren, saftigen Pflaumen oder aromatischen Kirschen lässt sich die Empfehlung einfach umsetzen. Das Nestlé Ernährungsstudio stellt sechs Sommerfrüchte und die enthaltenen Nährstoffe vor.

Beerige Zeiten

Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren überzeugen neben ihrem Geschmack auch durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen. 100 g Schwarze Johannisbeeren liefern 6,8 g Ballaststoffe. Die DGE empfiehlt, täglich mindestens 30 g Ballaststoffe aufzunehmen. Ballaststoffe sorgen dafür, dass nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und relativ lange gleichmäßig hoch bleibt. „Außerdem sind Beeren gute Vitamin-C-Quellen. Das Vitamin unterstützt die Funktion des Nervensystems, Energiestoffwechsels und Immunsystems. Darüber hinaus schützt es Zellen vor oxidativem Stress“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Schwarze Johannisbeeren haben besonders viel Vitamin-C. Frische Beeren haben eine glänzende Oberfläche und fühlen sich fest an. Weil die Früchte druckempfindlich sind, sollten sie vorsichtig transportiert und sofort nach dem Einkauf gewaschen sowie verzehrt werden. Für kurze Zeit lassen sie sich am besten im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Saftige Pflaumen

Zu Quarkspeisen und Knödeln passen Pflaumen sehr gut. Herzhaften Fleisch-Gerichten verleihen sie ein besonderes, süß-säuerliches Aroma. Ihre blau-violette Färbung erhalten die Pflaumen aus den Anthocyane, die als sekundäre Pflanzenstoffe im Körper antioxidativ wirken. Diese können beispielsweise die Zellen vor aggressiven Umwelteinflüssen schützen. Weil Pflaumen reif am besten schmecken, sind ausgefärbte, nicht zu harte Früchte empfehlenswert. Frische Pflaumen lassen sich darüber hinaus an einem Reifbelag erkennen. „Diese dünne, wachsartige Schicht sorgt dafür, dass die Früchte nicht so schnell austrocknen, und verlängert dadurch die Haltbarkeit“, so Dr. Elke Arms.

Gut Kirschen essen

Auch bei Kirschen darf gerne zugegriffen werden. Die roten Früchte enthalten Vitamin C und Folsäure. Im menschlichen Körper ist Folsäure wichtig für den Prozess der Zellteilung und ist damit am Aufbau von Gewebe beteiligt. Darüber hinaus unterstützt das Vitamin aus der B-Gruppe die normale Blutbildung sowie Immunabwehr und fördert die geistige Leistungsfähigkeit. Die Farbe des Stiels verrät, wie frisch die Kirschen im Supermarkt oder am Marktstand sind: je grüner, desto frischer. Unbeschädigte, pralle und glänzende Früchte sind zu bevorzugen. Ein Mythos warnt davor, Kirschen zu essen und dazu Wasser zu trinken. Diese Kombination verursacht angeblich Bauchschmerzen. „Heute wissen wir, dass diese Legende aus einer Zeit stammt, in der das Trinkwasser aus Brunnen kam und von mangelhafter Qualität war. Die im Wasser enthaltenen Keime oder Hefepilze gärten zusammen mit den Kirschen oder anderem Steinobst im Bauch“, erklärt Dr. Elke Arms. Heute sind solche Bedenken ungerechtfertigt.

Birnen: wahre Tausendsassa

Es gibt mehrere tausend Sorten Birnen. In Deutschland werden vor allem die Sorten Alexander Lucas, Conference und Williams Christ angebaut. Das Kernobst ist eine gute Quelle für Ballaststoffe. Birnen enthalten außerdem viel Chrom. Dieser Mineralstoff ist für den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel im Körper wichtig. Zu Hause werden Birnen am besten getrennt von anderen Früchten gelagert. „Sie scheiden das Reifungs-Gas Ethylen aus. Das Gas ist für den Menschen unbedenklich, beschleunigt aber den Reifeprozess anderer Früchte und lässt sie schneller verderben“, so Dr. Elke Arms. Andererseits eignet sich dieser Effekt auch, um beispielsweise harte Avocados schneller reifen zu lassen.

Weintrauben: spätsommerlicher Genuss

Weintraumen sind besonders im Mittelmeerraum beliebt, wachsen dort gut und gelangen aus dem Süden Europas in die Supermärkte hierzulande. Die kleinen, runden Früchte enthalten wie auch Kirschen reichlich Folsäure. Am besten lassen sich Weintrauben im Obstfach des Kühlschranks bei etwa 5 Grad bis zu 14 Tage lagern.

Aprikosen: Vitamin A-Quelle

Aprikosen gelten ebenfalls als Sommerfrüchte und liefern viel Beta-Carotin, das der Körper zu Vitamin A umwandelt. Vitamin A ist sowohl für den Sehvorgang als auch für gesunde Haut und Schleimhäute bedeutend. In den Einkaufskorb kommen am besten nur reife Früchte. „Der Gehalt an Beta-Carotin steigt mit dem Grad der Reife an. Je gelber und reifer die Aprikosen sind, desto mehr des Nährstoffs steckt in ihnen“, verrät Dr. Elke Arms. Auch die Haut der Frucht verrät viel über ihren Zustand: Ist sie glatt und weich, deutet das auf eine frische und reife Aprikose hin. Eine reife Frucht verströmt außerdem ein intensives Aroma. Alternativ eignet sich die Druck-Probe, um herauszufinden, ob die Früchte reif sind: Bei leichtem Druck gibt die Haut etwas nach.

Aprikosen-Madeira-Sorbet

Doch nicht nur pur schmecken Aprikosen gut. Aus ihnen lässt sich auch ein erfrischendes Sorbet für die heißen Sommertage zubereiten:

  • Etwa 1 kg Aprikosen waschen, halbieren, den Stein entfernen und die Hälften nochmals teilen.
  • Diese in einem Topf mit dem Saft einer halben Zitrone, 250 g Zucker und 200 ml Madeira-Wein aufkochen, umrühren und zugedeckt bei geringer Wärmezufuhr circa 3 Minuten kochen lassen.
  • Topf sofort von der Kochstelle ziehen und etwas abkühlen lassen.
  • Ca. 1/4 der Fruchtstücke herausnehmen, enthäuten und in kleine Würfel schneiden.
  • Die restlichen Fruchtstücke mitsamt der Garflüssigkeit pürieren.
  • Mit Zimt (etwa 3 Messerspitzen) nach Geschmack würzen und abschmecken. Die Aprikosenwürfel unter die Sorbetmasse heben.
  • Die Sorbetmasse auf 2 große flache Schalen verteilen und circa 1 Stunde gefrieren lassen.
  • Während des Gefrierprozesses die Masse 3 Mal mit einem Gummispachtel vorsichtig durchrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden.

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Melone – sommerlich leicht

Melone – sommerlich leichtWassermelonen überzeugen mit ihrem hohen Wasser- und niedrigen Kaloriengehalt und eignen sich an heißen Sommertagen als Durstlöscher. Die süßeren Zuckermelonen sind noch etwas aromatischer. „Beide Melonenarten versorgen den Körper mit Vitamin C, Beta-Carotin, Folsäure und Pantothensäure“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Erfrischend und nur wenig Kalorien

Botanisch gesehen zählen Melonen zu den Kürbisgewächsen. Sie sind daher keine Obstsorte, sondern gelten als Fruchtgemüse. Man unterscheidet zwischen Wassermelonen und Zuckermelonen. Die meist grünschaligen und rotfleischigen Wassermelonen haben einen Wassergehalt von über 90 Prozent. Eine große Portion mit 250 g enthält weniger als 100 Kilokalorien und ist auch für Figurbewusste hervorragend geeignet.

Zudem deckt die Portion etwa die Hälfte der empfohlenen Tageszufuhr an Pantothensäure. Dabei handelt es sich um ein B-Vitamin, das eine wichtige Funktion für die mentale Leistungsfähigkeit und den Stoffwechsel im Körper hat. Die süßeren Honig-, Netz- und Galia-Melonen zählen zu den Zuckermelonen. Ihr Fruchtfleisch ist gelblich, orange oder auch weiß bis grün. Ihr Wassergehalt beträgt rund 85 Prozent. Zudem liefern die saftig-süßen Früchte Carotinoide sowie reichlich Vitamin C. Das Carotinoid Beta-Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A, das eine zentrale Funktion im Sehprozess besitzt und ebenso wie Vitamin C für das Immunsystem wichtig ist. Eine große Portion Honigmelone mit 250 g deckt 75 Prozent der empfohlenen Tageszufuhr an Vitamin C.

Die wichtigsten Sorten von Melonen

Sorte/Name Aussehen Geschmack
Wassermelonen
Sugar Baby Dunkelgrüne Schale, rotes Fruchtfleisch, rund Melonig frisch, je nach Reife mehr oder weniger süß
Crimson Sweet Grün gestreifte Schale, rotes Fruchtfleisch, oval Melonig frisch, je nach Reife mehr oder weniger süß
Zuckermelonen
Cantaloupe-Melone Beige Schale mit warzenähnlichen Erhebungen, orangenes Fruchtfleisch Melonig frisch, mittelsüß und aromatisch
Charentais-Melone (Variante der Cantaloupe-Melone) Helle, glatte Schale mit dunklen Streifen, dunkelorangenes Fruchtfleisch Melonig frisch, mittelsüß und aromatisch
Netzmelone Helle Schale mit Netzmuster, Fruchtfleisch weiß bis grün oder orange Je nach Sorte mehr oder weniger süß und aromatisch
Galia-Melone (Variante der Netz-Melone) Gelbe Schale mit Netzmuster, Fruchtfleisch weiß bis grün Süß und sehr aromatisch
Gelbe Honigmelone Leuchtend gelbe Schale, grünlich weißes Fruchtfleisch Süß, etwas weniger aromatisch als Netzmelonen

Tipps für den Frische-Einkauf

Vor allem reife Melonen schmecken besonders aromatisch. Es empfiehlt sich, nur reife Früchte zu kaufen und diese möglichst frisch zu verzehren. Zu erkennen sind reife Früchte an folgenden Kriterien:

  • Die Klopfprobe: mit dem Finger gegen die Schale klopfen. Unreife Früchte klingen kaum, reife Melonen vibrieren, der Klang ist etwas dumpf, aber satt. Überreife Früchte klingen hohl.
  • Bei Wassermelonen sollte der Bereich um den Stielansatz kräftig dunkelgrün sein, nur die Auflagefläche der Melone darf heller sein.
  • Bei aufgeschnittenen Wassermelonen ist eine reife Frucht am kräftig roten Fruchtfleisch zu erkennen.
  • Reife Zuckermelonen riechen am Stielansatz aromatisch und lassen sich dort leicht eindrücken. Die übrige Schale sollte fest sein. Melonen, die kaum riechen, sind unreif.

Melonen lassen sich nicht länger als ein bis zwei Wochen lagern. Im Kühlschrank sind einige Sorten zwar länger haltbar, verlieren aber an Aroma, Farbe und Vitaminen. Kühle Kellerräume mit etwa 8 bis 15 Grad sind ideal zum Lagern. Aufgeschnittene Melonen lassen sich etwa ein bis zwei Tage in Frischhaltefolie eingewickelt aufbewahren. So trocknen sie nicht aus.

Einfach zubereiten

Ob in Würfel geschnitten als Zwischenmahlzeit oder als klassische Vorspeise mit dünn geschnittenem Schinken: Melonen lassen sich vielfältig zubereiten und verleihen jedem Gericht eine angenehme Frische. Die Sommerfrucht passt vor allem zu kalten Gerichten. Gewürfelte Melonenstücke ergänzen zum Beispiel Frucht-, Geflügel- oder Krabbensalate. Dekorativ sind kleine Melonen-Bällchen, die sich aus dem Fruchtfleisch mit einem Kugelausstecher herstellen lassen. Eingefrorene Melonen-Kugeln ersetzen Eiswürfel in gekühlten Getränken.


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Kalorienarmes Essen für niedrigeren BMI

Kalorienarmes Essen: lecker und einfachWer auf seine Figur achtet, muss nicht zwangsweise auf bestimmte Gerichte verzichten. Kleine Anpassungen in den Rezepten von Kartoffelpuffern, Frikadellen und Quark-Speisen reduzieren die Kalorienaufnahme - und folglich auch den Body-Mass-Index (BMI). Mit dem BMI lässt sich das Körpergewicht beurteilen. Er berechnet sich aus dem Quotienten Körpergewicht in kg zu Körpergröße in Metern zum Quadrat. Beispiel: 75 kg geteilt durch 1,75 m² = 24,5. Ein BMI zwischen 20 und 25 gilt als optimal. Ab dem BMI von 25 wird von Übergewicht gesprochen, ab 30 von Adipositas (Fettleibigkeit). Der BMI-Rechner des Nestlé Ernährungsstudios hilft bei der Berechnung.

Kalorienarmes Essen: lecker und einfach

„Kalorienarmes Essen überzeugt durch einen hohen Ballaststoffgehalt, der sich vor allem mit viel Gemüse erreichen lässt. „Bestimmte Ballaststoffe vermindern Blutzuckerschwankungen nach einer Mahlzeit und das kann sich positiv auf die Sättigung auswirken“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Darüber hinaus ist ein niedriger Fettgehalt für ein kalorienarmes Essen empfehlenswert. Fett ist jedoch ein wichtiger Geschmacksträger, da sich darin Geschmacksstoffe lösen. Außerdem benötigt der Körper eine Mindestmenge an Fett. Fett enthält lebensnotwendigen Fettsäuren, die der Körper braucht, um zum Beispiel Hormone oder Zellwände aufzubauen. Um Fett einzusparen, eignen sich Alternativen wie frische Kräuter und Gewürze, die reich an Aroma sind.

Gemüsepuffer im Kontaktgrill

In Fett ausgebackene Gemüse enthalten reichlich Kalorien. Alternativ gelingen sie knusprig im Waffeleisen oder auf dem Kontaktgrill. Dazu einfach die Platten des Grills oder Waffeleisens mit wenig hocherhitzbaren Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl bestreichen. Für Gemüsepuffer eignen sich besonders feine Zucchinistreifchen oder geriebene Möhren.

Gemüse-Zugabe für Frikadellen und Hackbraten

Hackbraten sind wegen ihres Fettgehaltes oft kalorienreich. Um Energie zu sparen, lassen sich Frikadellen oder Hackbraten aus Rinderhack herstellen und mit Gemüse ergänzen. Beispielsweise bieten ein geriebener Kohlrabi oder Lauch im Fleischteig zusätzlichen Geschmack sowie Frische und senkt die Kaloriendichte. „Bei Frikadellen lassen sich zusätzlich Kalorien sparen, indem für den Fleischteig ein bis zwei Esslöffel Magerquark pro Frikadelle statt dem Ei verwendet werden“, verrät Dr. Elke Arms. Die Fleischbällchen werden dadurch besonders saftig. In einer beschichteten Pfanne gelingen die Frikadellen auch ohne Fett. Noch besser eignet sich der Backofen: dazu die Fleischbällchen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech backen.

Salat-Genuss: leckere Dressings

Zu vielen Gerichten passt ein frischer Salat. Für ein energiebewusstes Dressing kombiniert man etwas hochwertiges Pflanzenöl wie Rapsöl, Lein- oder Sonnenblumenöl mit Milchprodukten wie fettarmen Joghurt, Magerquark oder Kefir. Abrunden lässt sich das Dressing mit Zitronen- oder Limettensaft, frischen Kräutern und Gewürzen.

Quark – aber bitte ohne Sahne

Auch Desserts gelingen kalorienreduziert: Sahnequark enthält 40 Prozent, Magerquark hingegen weniger als 10 Prozent Fett in der Trockenmasse. „Damit Magerquark genauso cremig wird wie die Sahne-Variante, gibt es einen Trick: Einfach einen großen Schluck Mineralwasser zum Magerquark geben und mit dem Schneebesen oder Pürierstab kräftig unterrühren“, verrät Dr. Elke Arms. Zusammen mit frischem Obst wird aus dem Creme-Quark ein kalorienbewusstes Dessert. Auch ein Schokoladenpudding muss nicht energiereich sein, wenn dafür fettarme Milch mit 1,5 bis 1,8 Prozent Fett verwendet wird.


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Der Genuss von Kaffee

Der Genuss von KaffeeKaffee ist in Deutschland das Lieblingsgetränk: Im Durchschnitt trinkt jeder Mensch hierzulande rund 162 Liter Kaffee pro Jahr. Im ersten Halbjahr 2014 wurden 614.000 Tonnen Kaffeebohnen im Wert von zwei Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Brasilien, Kolumbien, Vietnam, Honduras, Peru und Äthiopien sind die wichtigsten Lieferanten für den deutschen Kaffeemarkt.

Vom Strauch in die Tasse: Anbau von Kaffee

Die Früchte für den Kaffee wachsen an einem bis zu 4 Meter hohen immergrünen Strauch. Nach der Blüte entwickeln sich an ihm Kaffeekirschen, die meist von April bis August geerntet werden, wenn sie rot sind. In dieser Frucht befinden sich zwei Samen – die sogenannten Kaffeebohnen. Nach dem Pflücken der Früchte werden die Bohnen vom Fruchtfleisch befreit und anschließend getrocknet.

Kaffee richtig zubereiten

Der sogenannte Rohkaffee gelangt mit dem Schiff vorwiegend in Säcken nach Hamburg oder Bremen. „Beim anschließenden Rösten erhalten die Kaffeebohnen ihr Aroma bevor sie gemahlen oder zu löslichem Kaffee weiterverarbeitet werden“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Kaffeepulver sollte möglichst frisch verwendet, kühl und luftdicht gelagert und möglichst bald verbraucht werden.


Für eine Tasse Kaffee sind 6 bis 8 Gramm gemahlene Bohnen oder 2 Gramm löslicher Kaffee optimal. Am besten gelingt der Kaffee, wenn frisches Kaltwasser aufgekocht wird und das Pulver mit dem sehr heißen, aber nicht mehr kochenden Wasser aufgebrüht wird. Hartes Wasser bindet die Kaffeesäuren und beeinflusst dadurch den Geschmack nachteilig.

Ist Kaffee „gesund“?

Da das Heißgetränk überwiegend aus Wasser besteht, ist es mit rund 3 Kalorien pro Tasse fast kalorienfrei. Trotzdem liefert es Spuren wertvoller Nährstoffe. „Vier Tassen des Getränks decken etwa ein Viertel der empfohlenen Niacinzufuhr und 41 Prozent der empfohlenen Kupferzufuhr“, erklärt Dr. Elke Arms. „Das B-Vitamin Niacin unterstützt den Erhalt der Haut und Kupfer den Eisentransport im Körper.“ Kaffee enthält ähnlich wie Früchte, Gemüse oder Nüsse sekundäre Pflanzenstoffe. „Sie können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und positiv auf den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel wirken“, erklärt Dr. Elke Arms. Darüber hinaus schützen sie möglicherweise vor Infektionen durch Bakterien und Pilze, senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen und beeinflussen das Immunsystem positiv. Zudem liefert Kaffee Koffein, das den Körper wacher und aufmerksamkeitsstärker macht. Kaffee gilt mittlerweile nicht mehr als Flüssigkeitsräuber. Wie jedes andere Getränk auch, zählt Kaffee in der täglichen Flüssigkeitsbilanz. Dennoch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), täglich nicht mehr als vier Tassen zu konsumieren. Grund dafür ist seine anregende Wirkung.

Kaffee-Spezialitäten: Espresso, Cappuccino & Co.

Espresso, Cappuccino und Latte macchiato sind aus Coffee-Shops, Cafés und Restaurants nicht mehr wegzudenken. Auch zu Hause ist die Vorliebe für Kaffee ungebrochen groß. Für einen Latte Macchiato brauchen Kaffeefreunde ein hohes Glas, in das sie zunächst die heiße Milch mit dem Schaum geben und anschließend vorsichtig den Espresso aufgießen. So bilden sich die typischen drei Schichten des Latte Macchiato.


Vielfältiger steht es um die Kaffee-Kultur in der österreichischen Hauptstadt Wien, die für ihre Kaffeehäuser bekannt ist. Schon 1683 wurde in Wien das erste Kaffeehaus eröffnet. Dort heißt das Heißgetränk aus den Bohnen nicht einfach Kaffee, sondern Einspänner, Kapuziner oder Wiener Melange. Eine Wiener Melange ist ein mit heißer Milch im Glas servierter verlängerter Mocca – ein doppelt so starker Kaffee. Wer in Wien einen Einspänner bestellt, erhält einen schwarzen Kaffee mit Sahne und Puderzucker in einem Henkelglas. Und ein Kapuziner ist ein kleiner, mit etwas Sahne verfeinerter Mocca.

Kaffee rund um die Welt

Die Kaffeekultur ist auch in anderen Ländern zu finden. Die Araber schätzen schon seit dem 15. Jahrhundert das koffeinhaltige Getränk. Ab dem 16. Jahrhundert eroberte Kaffee dann die ganze Welt, und Kaffeehäuser entstanden. Das erste deutsche Kaffeehaus gab es 1673 in der Hansestadt Bremen. Frankreich ist ohne Café au lait kaum denkbar. Das Getränk besteht zu gleichen Teilen aus Kaffee sowie Milch und wird aus einer großen Schale getrunken. In der Türkei gibt es die älteste bekannte Art, Kaffee zuzubereiten: Kaffeepulver wird mit Wasser und auf Wunsch mit Zucker gekocht und zusammen mit dem „Satz“ serviert. Eine besondere Note erhält Kaffee mit einer Prise Salz, die zum Kaffeemehl gegeben wird, um den Geschmack zu verstärken. In der Weihnachtszeit schmecken eine Messerspitze Zimt oder Kakao besonders gut.


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Leserfrage: Helfen alle Light-Produkte beim Abnehmen?

Frage von Ellen O. aus Potsdam an Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.


„Helfen alle Light-Produkte beim Abnehmen?“


Helfen alle Light-Produkte beim Abnehmen? „Nein, nicht alle Light-Produkte helfen beim Abnehmen. Die Aufschrift ‚Light‘ deutet zwar darauf hin, dass Kalorien, Fett oder Zucker in dem Lebensmittel reduziert sind. Es können aber auch andere Inhaltsstoffe wie Koffein oder Alkohol bei Getränken reduziert sein. Achten Sie daher auf die Nährwert-Angaben auf der Verpackung. Vorsicht gilt bei der gewählten Portionsgröße: Oft verleitet der Ausdruck „Light“ dazu, dass man größere Portionen isst und folglich mehr Kalorien aufnimmt. Für ein stabiles Körpergewicht ist es aber wichtig, dass die Energiebilanz ausgeglichen ist. Das heißt: Der Körper muss über den Tag soviel Energie verbrauchen, wie mit der Ernährung aufgenommen wird. Ist die Energieaufnahme dauerhaft höher als der Verbrauch, nimmt der Körper an Gewicht zu. Abnehmen lässt sich, wenn weniger Energie aufgenommen als verbraucht wird.“

Dr. Elke Arms ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin. Sie verantwortet mit einem Team aus erfahrenen Oecotrophologen die individuelle Ernährungsberatung im Nestlé Ernährungsstudio.


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Fotos von oben nach unten: pilipphoto - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio (Header), Darthcharmander - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, happyyuu - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, Kzeno - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, amenic181 - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, Minerva Studio - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio, Nestlé Ernährungsstudio


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