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Kennen Sie Carotin und Folsäure? Möchten Sie mehr über Vitamine und Mineralstoffe wissen? In unserem Ernährungslexikon klicken Sie sich rasch durch die Welt der Ernährung.

 
 
 
Kalium
Der Mineralstoff Kalium wird für die Funktion von Nerven und Muskeln, zur Aufrechterhaltung der Gewebespannung und zur Enzymaktivierung benötigt. Gute Kaliumlieferanten sind pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Kartoffeln. Ein Kaliummangel ist in Deutschland selten. Er führt zu Störungen im Elektrolythaushalt und der Herztätigkeit.

Kalorie
Kalorien bzw. Kilokalorien (kcal) ist die veraltete, aber in der Bevölkerung gebräuchliche Einheit für Energie. Wie die moderne Einheit Joule gibt sie den Energiegehalt von Lebensmitteln an. 1 Kilokalorie entspricht 4,184 Kilojoule, 1 Kilojoule entspricht 0,239 Kilokalorien.

Kalzium
siehe Calcium

kanzerogen / Kanzerogene
Kanzerogen oder karzinogen heißt Krebs erzeugend. Der Begriff setzt sich aus Karzinom (Krebsgeschwulst) und Genese (Entstehung) zusammen. Ein Kanzerogen oder Karzinogen ist folglich eine Krebs fördernde Substanz oder Strahlung. Chemische Karzinogene sind z.B. Benzpyren, Acrylamid, Aflatoxine und Benzol. Karzinogene Strahlen können radioaktive Strahlen, UV-Strahlen oder Röntgenstrahlen sein.

Karies
Karies ist die Erweichung von Zahnschmelz und Zahnbein. Sie wird in erster Linie durch Bakterien in der Mundhöhle hervorgerufen, die aus den Kohlenhydraten der Nahrung Säuren bilden. Diese Säuren lösen Mineralstoffe aus dem Zahn heraus - Zahnschäden entstehen. Regelmäßiges Zähneputzen beugt der Kariesentstehung wirksam vor.

Kariogen
Kariogene Stoffe, vor allem Kohlenhydrate wie Saccharose (Haushaltszucker) und Glukose (Traubenzucker), dienen den Bakterien der Mundhöhle als Nahrung. Sie bilden daraus Säuren, die die Zahnoberfläche angreifen und schädigen. Bei schlechter Mundhygiene sind sie in der Lage, Karies zu verursachen.

Karotinoide
Karotinoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind im Pflanzenreich weit verbreitete rote und gelbe Farbstoffe. Betacarotin ist das bekannteste Karotinoid. Als Vorstufe von Vitamin A kommt es in fast allen orangefarbenen Obst- und Gemüsearten vor. Betacarotin kann die Körperzellen vor den Angriffen freier Radikale schützen.

Karrageen
Karrageen ist ein Polysaccharid und kommt vor allem in Rotalgen vor. In der Lebensmittelindustrie wird Karrageen als Verdickungsmittel z.B. in Milchprodukten, Eiscreme und Desserts eingesetzt. Auch in der Kosmetikindustrie findet Karrageen Verwendung. Auf Lebensmittelverpackungen ist Karrageen als Zusatzstoff unter der E-Nummer E 407 aufgeführt.

Kartoffel-Ei-Diät
Das Eiweiß in Kartoffel-Ei-Gerichten hat eine hohe biologische Wertigkeit. Im richtigen Mischungsverhältnis (1 Ei auf 500 g Kartoffeln) ist der Ergänzungswert der Aminosäuren optimal. D. h. es muss nur wenig Eiweiß aufgenommen werden, um den Eiweißbedarf zu decken. Die Kartoffel-Ei-Diät wird eingesetzt, wenn eine streng eiweißarme Diät eingehalten werden muss, z. B. bei chronischem Nierenversagen.

Ketonkörper
Ketonkörper ist ein übergeordneter Begriff für bestimmte Substanzen, z. B. Aceton und Acet-Essigsäure, die beim Abbau von Fetten als Zwischenprodukt entstehen. Im Hungerstoffwechsel oder bei kohlenhydratarmen Diäten (z. B. Atkins-Diät) sowie bestimmten Erkrankungen, z. B. Diabetes mellitus, können Ketonkörper vermehrt im Blut und im Urin auftreten und zu einer Säurevergiftung führen.

Kochsalz (NaCl)
Koch- oder Speisesalz besteht aus den Mineralstoffen Natrium und Chlorid. Zur Deckung des Natrium- und Chloridbedarfs genügen 2-3 g Speisesalz pro Tag. In Deutschland wird mit durchschnittlich 10-12 g täglich zu viel Salz verzehrt. Eine auf Dauer überhöhte Kochsalzzufuhr kann bei empfindlichen Menschen zu Bluthochdruck führen.

Kochsalzarme Lebensmittel
Kochsalzreduzierte Lebensmittel enthalten weniger Salz (NaCl) als herkömmliche Lebensmittel und sind zur salzarmen Ernährung, z. B. bei Bluthochdruck, geeignet. Man unterscheidet zwischen streng natriumarmen Lebensmitteln mit weniger als 40 mg Natrium (= 0.1 g Kochsalz) und natriumarmen Lebensmitteln mit weniger als 120 mg Natrium (= 0.3 g Kochsalz) in jeweils 100 g des verzehrfertigen Lebensmittels.

Kochsalzersatz
Kochsalzersatz wird bei der natriumarmen Ernährung an Stelle von Kochsalz verwendet. Er enthält Kalium-, Calcium- oder Magnesiumverbindungen und Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Geschmacksverstärker und Trennmittel. Entsprechende Lebensmittel tragen den Hinweis "mit Kochsalzersatz" und eventuell weitere Hinweise zur Verwendung.

Koffein
Koffein ist in Kaffee, Tee, Kakao, Kolanuss, Guarana und Mate enthalten. In Maßen wirkt es anregend auf Herz, Kreislauf und Verdauung und steigert die körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit. Dass Koffein negativ auf den Flüssigkeitshaushalt wirkt, konnten neueste wissenschaftliche Bewertungen nicht bestätigen. Zu viel Koffein kann zu innerer Unruhe, Konzentrationsschwächen und Herzklopfen führen.

Kohlenhydrate
Kohlenhydrate - im Volksmund auch Zucker genannt - gehören neben Fett und Eiweiß zu den Hauptnährstoffen. Sie sind die wichtigste Energiequelle des Körpers. Je nach Anzahl der Zuckerbausteine unterscheidet man zwischen Mono-Di- und Polysacchariden. Mono- und Disaccharide schmecken süß, Polysaccharide sind neutral im Geschmack. Auch Ballaststoffe gehören zu den Kohlenhydraten.

Kohlenhydrat-Portion
Die Kohlenhydrat-Portion wird neben der Broteinheit (BE) als Maß für den Kohlenhydratgehalt der Lebensmittel verwendet. Wichtig ist dies für Insulinpflichtige Diabetiker, die ihre Medikamentendosis auf den Kohlenhydratgehalt der Mahlzeiten abstimmen müssen, damit der Blutzuckerspiegel im Rahmen bleibt. Eine Kohlenhydrat-Portion entspricht 10 g Kohlenhydrate, eine Broteinheit 12 g.

Kohlenhydratreduzierte Lebensmittel
Kohlenhydratreduzierte Lebensmittel enthalten 30 Prozent weniger Kohlenhydrate als vergleichbare Lebensmittel. Im Rahmen kohlenhydratarmer und fett- sowie eiweißreicher Reduktions-Diäten (z. B. Atkins- und South-Beach-Diät) haben kohlenhydratreduzierte Lebensmittel vor allem in den USA als "Low Carb"-Lebensmittel aktuelle Bedeutung erlangt.

Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe werden Lebensmittel zur Haltbarmachung zugegeben. Sie hemmen das Wachstum von Mikroorganismen und schützen so die Lebensmittel vor dem Verderb. Wichtige Konservierungsstoffe sind beispielsweise die Sorbinsäure, die Benzoesäure, PHB-Ester und die Propionsäure. Da sie zu den Zusatzstoffen zählen, können auf dem Lebensmitteletikett auch E-Nummern angegeben sein.

Kropf
Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird als Kropf oder in der Fachsprache als Struma bezeichnet. Meist ist ein Mangel an dem Spurenelement Jod die Ursache. Zwei Fischmahlzeiten (Seefisch) in der Woche, die Verwendung von Jodsalz im Haushalt und der Einsatz von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln können einer Kropfbildung vorbeugen.

Künstliche Ernährung
Menschen, die auf natürlichem Weg keine Nahrung zu sich nehmen können, erhalten eine künstliche Ernährung. Entweder erfolgt eine parenterale Ernährung, bei der die Nährstoffe über eine intravenöse Infusion direkt ins Blut gelangen, oder eine enterale Ernährung mit Hilfe einer Sonde. Die Nahrung wird dabei direkt in den Magen-Darm-Trakt (Gastrointestinaltrakt) geleitet.

 
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