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Kennen Sie Carotin und Folsäure? Möchten Sie mehr über Vitamine und Mineralstoffe wissen? In unserem Ernährungslexikon klicken Sie sich rasch durch die Welt der Ernährung.

 
 
 
D-A-CH
D-A-CH steht für die internationalen Kennzeichen der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, die im Jahr 2000 zum ersten Mal gemeinsame Referenzwerte bzw. Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr herausgegeben haben. Beteiligt waren die Ernährungsfachgesellschaften der drei Länder, für Deutschland die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

Darm
Der Darm beginnt am Magenausgang und endet am After. Dieser schlauchförmige Teil des Verdauungstrakts gliedert sich in Dünn- und Dickdarm. Er ist im Durchschnitt 5-6 Meter lang. Im Dünndarm wird ein Großteil der Nährstoffe und im Dickdarm hauptsächlich Wasser absorbiert.

Darmbakterien / Darmflora
Der Darm des Menschen - vor allem der Dickdarm - ist von einer Vielzahl an Mikroorganismen besiedelt. Sie bilden zusammen die Darmflora. Viele dieser Bakterien und Pilze sind nützlich, da sie Nahrungsreste aufspalten, Krankheitserreger abwehren und Vitamine bilden. Probiotika können helfen, die Darmflora in einem gesunden Gleichgewicht zu halten.

Darmträgheit
Eine verringerte Darmtätigkeit (Peristaltik) bezeichnet man als Darmträgheit. Bleibt sie über mehrere Tage bestehen, kann es zu Verstopfung kommen. Der Stuhlgang wird hart und fest. Ausreichendes Trinken, eine ballaststoffreiche Kost und viel Bewegung beugen Darmträgheit und Verstopfung vor.

Designerfood
Unter Designer- oder Functional Food versteht man Lebensmittel, die einen Zusatznutzen hinsichtlich der Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden besitzen. Den Lebensmitteln werden zu diesem Zweck Stoffe zugesetzt, die sie von Natur aus nicht oder nur in geringerer Menge enthalten. Beispiele sind Elektrolytgetränke für Sportler, A-C-E-Getränke, Brot mit Omega-3-Fettsäuren und Probiotika.

DGE
DGE ist die Abkürzung für Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. Die DGE ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Aufgabe darin besteht, Ernährungswissen zu sammeln, aufzubereiten und die Forschung zu fördern. Als deutsche Fachgesellschaft war die DGE an der Ausarbeitung der D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr beteiligt. Die Adresse der DGE lautet: Godesberger Allee 18, 53175 Bonn.

Diabetes mellitus
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die durch einen Mangel an Insulin ausgelöst wird. Beim Diabetes Typ II wird zu wenig Insulin gebildet oder die Zellen reagieren nicht mehr richtig auf Insulin. Bei der selteneren Diabetes vom Typ I liegt eine Abwehrreaktion auf die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vor. Sie werden vom Körper zerstört.

Diabetes-Diät
Die moderne Diabetes-Ernährung unterscheidet sich kaum von der Ernährung des Stoffwechsel-Gesunden.Generell sollen zuckerreiche Lebensmittel vermieden und ballaststoffreiche wie Gemüse und Vollkornprodukte bevorzugt werden. Das verhindert starke Blutzuckerschwankungen. Ausgleichend auf den Blutzuckerspiegel wirken auch Lebensmittel mit einem niedrigen GI.

Diabetiker
Diabetiker sind an Diabetes mellitus erkrankt. Diabetes mellitus vom Typ I tritt bereits im Kindes- oder Jugendalter auf; Diabetes mellitus vom Typ II, der so genannte Altersdiabetes, meist erst im Erwachsenenalter. Übergewicht ist hier ein Risikofaktor. Eine Gewichtsabnahme verbessert das Krankheitsbild. Da Übergewicht auch bei Kindern und Jugendlichen vermehrt auftritt, sind zunehmend auch jüngere Menschen und Kinder von Altersdiabetes betroffen.

Dialyse
Unter Dialyse verstehen Ärzte ein Blutreinigungsverfahren durch die künstliche Niere. Notwendig wird sie, wenn die Nieren infolge von Funktionsstörungen oder eines Nierenversagens den Körper nicht mehr ausreichend entgiften können. Durch die Dialyse werden zwei- bis viermal pro Woche in einer mehrstündigen "Blutwäsche" die harnpflichtigen Substanzen aus dem Blut entfernt.

Diarrhoe
Diarrhö ist der Fachbegriff für Durchfall. Von Durchfall spricht man bei gehäuftem flüssigen Stuhlgang von mehr als dreimal pro Tag. Meist ist die Ursache eine Darmerkrankung, z. B. eine Infektion mit Bakterien (Salmonellen) oder Viren (Darmgrippe). Auch Medikamente wie Antibiotika können Durchfall auslösen.

Diät
Diäten sind spezielle Ernährungsformen. Sie können zur Behandlung einer Erkrankung notwendig sein (z. B. milchfreie Diät bei Milcheiweißallergikern, natriumarme Diät bei Bluthochdruck), der Gewichtsreduktion dienen (Reduktionsdiät) oder aus moralisch-ethischen Gründen eingehalten werden (z. B. Vegetarismus, anthroposophische Ernährung).

Diätetik
Unter Diätetik versteht man heute die Lehre von der Zusammensetzung der Nahrung, die Ernährung in besonderen Situationen und die Kenntnisse über die Wirkungen der Lebensmittelinhaltsstoffe auf die Gesundheit. In der Antike war der Begriff weiter gefasst und bezeichnete eine gesunde Lebensweise zur Vorbeugung, aber auch zur Heilung oder Linderung von Krankheiten.

Diätetische Lebensmittel
Diätetische Lebensmittel werden für besondere Ernährungszwecke hergestellt und entsprechen den Bedürfnissen bestimmter Personengruppen in besonderem Maße, z. B. den Bedürfnissen von Schwangeren oder Säuglingen. Die Zusammensetzung und die Anforderungen an diese Lebensmittel sind in der Diät-Verordnung formuliert. Zu den diätetischen Lebensmitteln gehören auch Diätsalz und Süßstoffe.

Diätsalz (Kochsalzersatz)
Diätsalz ist ein Speisesalz, bei dem Natrium durch Kalium ersetzt wurde. Es ist als Kochsalzersatz gedacht, z. B. wenn eine natriumarme Ernährung verordnet wurde. Das kann z. B. bei Bluthochdruck und Wassereinlagerungen sinnvoll sein.

Diät-Verordnung
Die Diät-Verordnung regelt, welche Lebensmittel als diätetische Lebensmittel bezeichnet werden können und wie sich diese zusammensetzen müssen. So legt die Diät-Verordnung beispielsweise fest, dass diätetische Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder nicht mehr als 250 Milligramm Nitrat pro Kilogramm enthalten dürfen.

Disaccharide
Disaccharide sind Zweifachzucker. Der bekannteste Vertreter ist der Haushaltszucker (Saccharose). Ebenfalls bekannt ist der Milchzucker (Laktose), der eine leicht abführende Wirkung hat. Disaccharide schmecken süß und gehören zur großen Gruppe der Kohlenhydrate.

Docosahexaensäure
Docosahexaensäure, abgekürzt DHA, ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Sie gehört zu den essentiellen Omega-3-Fettsäuren. In der Nahrung kommt sie nur in fetten Kaltwasserfischen wie Hering, Lachs oder Makrele vor. Docosahexaensäure ist im Körper Vorläufer von Botenstoffen, die das Entzündungsgeschehen und die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflussen.

 
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