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Kennen Sie Carotin und Folsäure? Möchten Sie mehr über Vitamine und Mineralstoffe wissen? In unserem Ernährungslexikon klicken Sie sich rasch durch die Welt der Ernährung.

 
 
 
Ballaststoffe
Ballaststoffe zählen zur Gruppe der Kohlenhydrate. Als Energielieferant besitzen Ballaststoffe jedoch kaum Bedeutung, aber dennoch sind sie nicht überflüssig, im Gegenteil: Sie halten den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht, sorgen für ein gutes Sättigungsgefühl, aktivieren die Darmtätigkeit und regulieren die Verdauung. Wertvolle Ballaststoffe liefern uns vor allem Gemüse, Kartoffeln, Obst und Vollkornprodukte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens 30 g Ballaststoffe am Tag zu essen.

Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, produziert den so genannten Bauchspeichel, der viele Verdauungsenzyme enthält. Mit Hilfe der enthaltenen Enzyme werden die Nährstoffe des Nahrungsbreis im Darm aufgespalten und können so ins Blut gelangen. Auch Insulin und Glukagon stammen aus der Bauchspeicheldrüse. Diese beiden Hormone sind wichtig für die Regulation des Blutzuckerspiegels.

BE
BE ist die Abkürzung für Broteinheit. Diabetikern hilft die BE dabei, den Kohlenhydratgehalt von Lebensmitteln einzuschätzen. Das ist wichtig für die Anpassung der Diabetiker-Therapie mit Insulin. Eine BE entspricht 12 g Kohlenhydrate. Heute gebräuchlicher ist die so genannte Berechnungs- bzw. Kohlenhydrateinheit, die eine Menge von 10 bis 12 g Kohlenhydrate umfasst.

Beikost
Beikost werden in der Säuglingsernährung alle Lebensmittel, außer Muttermilch und Säuglingsmilch genannt. Die Beikost bildet den Übergang vom Stillen bzw. der Flaschennahrung hin zur Erwachsenenkost. Durch das Füttern von Beikost verändert sich der Darm und bereitet sich darauf vor, die normale Mischkost zu verdauen. Ab dem 5. bis 7. Monat wird die Beikost meist in Form von Brei eingeführt.

Beri Beri
Beri Beri ist eine Vitamin-B1-Mangelkrankheit, einhergehend mit Symptomen wie Muskelschwund, Müdigkeit und Schwäche. Die Erkrankung trat früher insbesondere in ost- und südostasiatischen Ländern auf, da dort vitaminarmer geschälter Reis als Grundnahrungsmittel diente. Mit dem Schälen werden Kleie und Keime und damit auch viele VitamineMineralstoffe und Ballaststoffe entfernt.

Beta-Carotin
Beta-Carotin ist eines der über 400 in der Natur vorkommenden Carotinoide und gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen. Als Vorstufe von Vitamin A schützt es die Zellen vor den Angriffen aggressiver Sauerstoffverbindungen, den so genannten freien Radikalen. Im Körper kann Beta-Carotin zu Vitamin A umgebaut werden und so wichtige Funktionen bei Sehprozess, Wachstum und Fortpflanzung übernehmen.

Beta-Glukan
Beta-Glukan zählt zu den löslichen Ballaststoffen und ist in Hafer und Gerste enthalten. Beta-Glukan verlangsamt die Aufnahme von Kohlenhydraten aus dem Darm und sorgt so für einen stabilen Blutzuckerspiegel - eine wichtige Voraussetzung für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und eine dauerhafte Leistungsfähigkeit.

Bifidusbakterien
Bifidusbakterien gehören zu den Milchsäurebakterien Diese gesundheitsfördernden Bakterien siedeln sich im Darm an und verdrängen hier unerwünschte Keime. Sie fördern die natürlichen Abwehrkräfte des Darms und unterstützen so die Abwehrkräfte. Probiotika, Säuglingsmilchnahrung mit Bifidusbakterien sorgen für eine ausreichende Menge an Bifidusbakterien im Darm.

Bifidusflora
Unter Bifidusflora versteht man die gesunde Bakterienkultur im Darm eines Säuglings. Diese gesunde Darmflora entwickelt sich beim Säugling durch das Stillen oder das Füttern mit probiotischer Säuglingsmilch und probiotischer Säuglingsnahrung. Die Darmflora eines Säuglings besteht zu 99 % aus gesundheitsfördernden Bifidusbakterien, die eines Erwachsenen nur noch zu 25 %.

Biogene Amine
Biogene Amine sind Stoffwechselprodukte aus dem Eiweißabbau von Mensch, Pflanze, Tier und Mikroorganismen. In verdorbenen Lebensmitteln, vor allem in Fleisch, Fisch und Wurstwaren, steigt der Gehalt an biogenen Aminen stark an. Der Verzehr dieser Lebensmittel kann zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Mit Nitrit können biogene Amine zu krebserregenden Nitrosaminen reagieren.

Biologische Wertigkeit
Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel Gramm Körpereiweiß durch 100 g Nahrungseiweiß aufgebaut werden kann. Eiweiß aus tierischen Lebensmitteln, aber auch pflanzliches Eiweiß aus Hülsenfrüchten, Getreide und Kartoffeln, ist besonders wertvoll. Durch die Kombination von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln lässt sich die biologische Wertigkeit des Eiweißes weiter verbessern.

Biotin
Biotin zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen der B-Gruppe. Es übernimmt eine wichtige Aufgabe im Stoffwechsel von KohlenhydratenFetten und Protein. Für das Wachstum und die Blutgerinnung ist Biotin unentbehrlich. Vor allem Leber, Erdnüsse, Eier, Hefe und Haferflocken enthalten Biotin. Ein Biotin-Mangel tritt beim Menschen i. d. R. nicht auf.

Blitzdiät
Mit dem Ziel, möglichst rasch Gewicht zu verlieren, werden im Rahmen einer Blitzdiät weniger als 1.000 Kilokalorien pro Tag aufgenommen. Die stark beschränkte Energiezufuhr und die meist recht einseitige Ernährung führen auf lange Sicht nicht zum gewünschten Abnehm-Erfolg. Im Gegenteil: Kurz nach der Diät ist das Ausgangsgewicht schnell wieder erreicht oder liegt sogar darüber (Jo-Jo-Effekt).

Blutfette
Unter den Blutfetten werden alle im Blut vorkommenden Fette, z. B. Cholesterin und Triglyceride, zusammengefasst, die sich im Blut befinden. Erhöhte Blutfettwerte begünstigen die Entstehung der Arterienverkalkung. Sie steigern deshalb das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei spielt insbesondere das Cholesterin eine große Rolle.

Bluthochdruck
Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist eine krankhafte Steigerung des Drucks in den Arterien auf einen systolischen Wert von über 140 mmHg und einen diastolischen Wert von über 90 mmHg. Beim Bluthochdruck verengen sich vor allem die kleinen arteriellen Blutgefäße. Sie erschweren den Abfluss des vom Herzen ausgepumpten Blutes. Um durch die verengten Blutgefäße das Blut zu drücken, arbeitet das Herz stärker. Der Blutdruck steigt dabei an.

Blutproteine
Blutproteine sind im Blut vorkommende, spezialisierte Proteine. Sie sind für die Blutgerinnung zuständig oder an der Bildung von Antikörpern und somit an der Immunabwehr beteiligt. Blutproteine dienen aber auch als Transportmittel für alles, was sich nicht in Wasser bzw. im Blut löst. Fette und Hormone nutzen Blutproteine, um von ihrem Ursprungsort zu ihrem Wirkort zu gelangen.

Blutzucker
Als Blutzucker wird die Glukose bezeichnet, die sich im Blut befindet. Glukose, auch Traubenzucker genannt, ist der Universalbrennstoff für alle Zellen im menschlichen Körper. Im Blut muss immer eine gewisse Menge Glukose vorhanden sein, damit die Körperorgane im Bedarfsfall jederzeit schnell mit Energie versorgt werden können. Auch die Blutkörperchen brauchen Glukose, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

Blutzuckerspiegel
Unter dem Blutzuckerspiegel versteht man den Anteil von Blutzucker im Blut. Er wird durch Hormone, insbesondere Insulin und Glukagon, reguliert. Diabetiker haben einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel, weil sie kein oder zu wenig Insulin herstellen können. Ein Abfall des Blutzuckerspiegels bewirkt Heißhunger, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, sinkender Konzentrationsfähigkeit bis hin zu Sehstörungen und Bewusstlosigkeit.

Body-Mass-Index (BMI)
Der Body-Mass-Index wird landläufig mit BMI abgekürzt. Er gilt als ein Bewertungsmaß zur Beurteilung des Körpergewichts. Der BMI errechnet sich aus dem Quotient Körpergewicht in kg zu Körpergröße in m zum Quadrat. Beispiel: 75 kg : 1,75 m² = 24,5  Ein BMI zwischen 20 und 25 gilt als optimal.

Brennwert, physiologischer
Alle Lebensmittel, die Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Alkohol oder auch organische Säuren enthalten, haben einen physiologischen Brennwert. Es handelt sich dabei um die bei der Verbrennung im Körper frei werdende Energiemenge. Gemessen wird der Brennwert in Kilojoule (kJ) bzw. Kilokalorie (kcal).

Broca-Formel
Die Broca-Formel ist eine heute nicht mehr verwendete Formel zur Berechnung des wünschenswerten "Normalgewichtes". Dabei wird von der Körperlänge in cm die Zahl 100 abgezogen. Eine 160 cm große Person hat also ein Broca-Normalgewicht von 60 kg. Für besonders große oder kleine Menschen ist die Broca-Formel zur Beurteilung des Körpergewichts ungeeignet. Sie wurde daher vom BMI abgelöst.

Bulimia nervosa
Unter Bulimia nervosa, auch als Bulimie oder Ess-Brech-Sucht bezeichnet, versteht man eine Essstörung mit Heißhungerattacken und Essanfällen. Charakteristisch ist die Aufnahme großer Nahrungsmengen innerhalb kürzester Zeit. Um eine Gewichtszunahme zu verhindern, erbrechen an Bulimie Erkrankte das Essen, indem sie den Finger in den Rachen stecken oder Medikamente einnehmen, die einen Brechreiz auslösen.

B-Vitamine
Zur Gruppe der B-Vitamine zählen die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin)B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) sowie Biotin, FolsäureNiacin und Pantothensäure. Alle B-Vitamine sind wasserlöslich und können nur schlecht vom Körper gespeichert werden. Deshalb müssen sie regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Gute Vitamin-B-Lieferanten sind z. B. Vollkorngetreide, Milch und Milchprodukte, Innereien, Hülsenfrüchte, Kohl und grünes Gemüse.

 
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