Diäten sind spezielle Ernährungsformen, die zur Behandlung einer Erkrankung nötig sind, der Gewichtsreduktion dienen oder aus moralisch-ethischen Gründen eingehalten werden. Im herkömmlichen Sprachgebrauch wird „diäten“ mit abnehmen gleich gesetzt.
Inhaltsverzeichnis
- Diäten zur Behandlung von Erkrankungen
- Reduktionsdiäten
- Diäten mit moralisch-ethischem Hintergrund
Diäten zur Behandlung von Erkrankungen
Mit Hilfe von Diäten können bestimmte Erkrankungen – oft in Kombination mit Medikamenten – behandelt werden, z. B. Diabetes mellitus, Zöliakie, Gicht oder Bluthochdruck. So sollten beispielsweise Bluthochdruckpatienten eine kochsalzreduzierte Diät einhalten. Die Kochsalzzufuhr mit der Nahrung ist dabei auf einen Richtwert von 6 g pro Tag beschränkt. Diese Empfehlung gilt auch für Gesunde. Menschen mit Bluthochdruck, aber auch Gesunde, sollten statt Salz bevorzugt Kräuter und Gewürze verwenden und den Verzehr kochsalzreicher Lebensmittel wie gepökelte Fleischwaren, Dauerwurst, roher Schinken, Salzheringe, Salzgebäck und Konserven reduzieren.
Reduktionsdiäten
Reduktionsdiäten sind Diäten, die der Gewichtsabnahme dienen sollen. Die Kalorienzufuhr mit der Nahrung ist dabei mehr oder weniger stark eingeschränkt. Im Rahmen so genannter Blitz- oder Crashdiäten werden weniger als 1.000 bis 1.200 Kilokalorien (kcal) täglich aufgenommen. Die stark beschränkte Energiezufuhr und die meist recht einseitige Ernährung führen auf lange Sicht nicht zum gewünschten Abnehm-Erfolg. In der Regel ist kurz nach der Diät das Ausgangsgewicht wieder erreicht oder liegt darüber. Um diesen Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, sollte eine Reduktionsdiät eine Kalorienaufnahme von mindestens 1.200 kcal am Tag gewährleisten. Eine gute Reduktionsdiät ist außerdem abwechslungsreich, macht satt und schmeckt. Sie kennt keine Verbote und verringert das Gewicht langsam, aber stetig. Berücksichtigt werden zudem persönliche Vorlieben und Abneigungen. Darüber hinaus sollte ein neuer Ess- und Lebensstil vermittelt werden, der sich auf Dauer halten lässt und der ausreichend Bewegung integriert.
Diäten mit moralisch-ethischem Hintergrund
Moralisch-ethische Gründe können dazu führen, dass eine Diät eingehalten wird. So verzichten beispielsweise Ovo-Lakto-Vegetarier oft aus moralischen Gründen auf Fleisch. Sie verzehren nur Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs sowie ausschließlich Erzeugnisse vom lebenden Tier (Milch, Eier). Mit Hilfe der anthroposophischen Ernährung nach Rudolf Steiner sollen Körper und Geist des Menschen über ausgewählte Lebensmittel in Einklang mit der Natur und dem Kosmos gebracht werden.
Nicht bei allen Krankheiten, kann man sich an die Vorgaben der Ernährungspyramide halten. Wenn Reduktionsdiäten den Grundsätzen einer ausgewogenen Ernährung im Sinne der Ernährungspyramide folgen, können sie beim Abnehmen helfen. Alle einseitigen oder extrem kalorienarmen Diäten sind auf Dauer nicht zur Gewichtsreduktion zu empfehlen.
Weblinks
Schlank mit Diäten?
www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=181
Tipps bei Übergewicht
www.waswiressen.de/druckversion/uebergewichtige_2561.cfm
Alternative Ernährungsformen
http://ernaehrungsstudio.nestle.de/start/ernaehrungwissen/AlternativeErnaehrungsformen
Diäten-Check
http://ernaehrungsstudio.nestle.de/TippsTools/Checks/DiaetenCheck.htm